PFLANZEN und rezepte


Einfacher Raum-/WC-Spray

Vodka in eine Sprühflasche geben. Einige Tropfen ätherisches Öl von eurem Lieblingsduft (oder verschiedenen Düften) dazugeben, gut schütteln, fertig. 

Wichtig: nur 100% naturreine ätherische Öle verwenden.


Fussbad

"Kopf kühl, Füsse warm, macht den besten Doktor arm".

Warme Füsse sind wichtig, auch um Erkältungen vorzubeugen. Daher gibt es nichts Schöneres als sich im Winter bevor man in die Kälte geht oder auch danach, ein Fussbad zu gönnen. 

Zutaten:

- 2 gehäufte Esslöffel Meersalz

- Blüten, Kräuter oder 2-3 Tropfen ätherisches Öl, siehe unten

- Becken in dem Füsse gut Platz haben

Herstellung/Anwendung:

35-38 Grad warmes Wasser in das Becken füllen, das Meersalz hineingeben und gut rühren, dann die restlichen Zutaten dazugeben und ca. eine Viertelstunde baden, danach die Füsse abtrocknen, ruhen. 

- Wärmend: einen Tee aus Rosmarin oder Ingwer kochen und auf 37-38 Grad abkühlen lassen, ins Becken geben. Oder 1-2 Esslöffel Senfmehl hineinrühren (Achtung nicht zuviel, kann heikle Haut reizen, sofort aufhören wenn Haut gereizt wird).

- Entspannend: ein Paar Rosenblätter und/oder etwas Lavendel in das Wasser geben

- Oder 2-3 Tropfen vom Ätherischen Lieblingsöl zusammen mit ein Bisschen Rahm oder Vollmilch als Emulgator

Vorsicht mit Fussbädern bei Herz-Kreislauf-Problemen, Krampfadern und Schwangeren!


Wilder Kartoffelsalat, ca. 4 Personen

Kartoffelsalat ist ein Klassiker, einfach so oder im Sommer als Grillbeilage. Mit Wildkräutern und Blüten ergänzt entdeckt ihr ihn aber bestimmt von einer anderen Seite. 

Zutaten:

- 1 kg festkochende Kartoffeln

- ca. 3 Handvoll Kräuter wie Knoblauchhederich, Bärlauch, Giersch, Gundermann, Thymian, Wiesenkresse, Ackerhellerkraut, Schnittlauch oder Wilder Lauch etc.

- einige essbare Blüten wie Malve, Salbei, Borretsch, Gänseblümchen etc.

- 3-4 Knoblauchzehen bzw. nach Belieben

- 4 Essiggurken

Sauce:

- 2 dl Gemüsebouillon

- 4 Esslöffel Essig

- 4 Esslöffel Öl

- Ev. Salz, Gewürze nach Belieben

Herstellung:

Kartoffeln kochen, kalt abschrecken, schälen und in Scheiben schneiden. 

Kräuter waschen, schleudern und klein schneiden, Essiggurke und Knoblauch klein schneiden.

Gemüsebouillon aufkochen, in eine grosse Schüssel geben und mit Essig, Öl, Salz und Gewürzen mischen.

Warme Kartoffeln, Knoblauch und Kräuter dazugeben und alles gut mischen. 

Einige Stunden ziehen lassen, ev. nachwürzen und mit den Blüten dekorieren.

Mehr über essbare Kräuter und Blüten erfahrt ihr in meinen Kursen.


Kirschessigfliegen-Falle

In eine leere Halbliter-Pet-Flasche stecht ihr mit erhitzten Nägeln ca. 10-20 Löcher von 3-4 mm Durchmesser in die Obere Hälfte der Flasche.

Danach mischt ihr naturtrüben Obstessig 1:1 mit Wasser und füllt damit ca. die Hälfte der Flasche. 1-2 Tropfen Spülmittel dazugeben und ca. 10-20% Rotwein. Die Flaschen an einer Schnur zu den Beeren, Obstbäumen etc. hängen sobald sich die ersten Früchte rot färben. Am besten alle Paar Meter eine Flasche aufhängen.


Kartoffeln im Heubeet

In trockenen Sommern hilft ein Heubeet, um trotzdem eine schöne Kartoffelernte einfzufahren. Dafür pflanze ich die Kartoffeln normal, häufle sie auch 1-2 x an. Danach lege ich rund um die Pflanzen eine dicke schicht Heu aus, ev. muss von Zeit zu Zeit etwas nachgelegt werden, denn die Kartoffeln dürfen keinesfalls Licht haben, sonst werden sie grün. 

Im Herbst vor der Ernte Heu entfernen und in der feuchten Erde wunderbare Kartoffeln ernten. Danach das Heu wieder auf dem Beet verteilen, so bleibt die Erde auch im Winter wunderbar feucht und krümmelig.

In sehr feuchten Sommern empfiehlt sich das nicht da sonst Pilzkrankheiten und Schnecken gefördert werden.

Mit noch mehr Heu entsteht dieses Jahr bei mir ein Kartoffelturm, Erfahrungen dazu folgen...


Rezept Blüten-Kräuter-Knoblauchbutter

Kräuter nach Belieben wie Schnittlauch, Thymian, Knoblauchhederich, Schafgarbe, Oregano, Giersch etc. sowie essbare Blüten in allen Farben hacken. Mit weicher Butter mischen. Salz und gepressten Knoblauch dazugeben.

In einen Spritzbeutel geben und kleine Portionen spritzen, auf einem Blech einzeln tiefkühlen und erst gefroren in einen Behälter zum weiter tiefkühlen abfüllen.

Ich geniesse diese auf Fleisch, Gemüse oder auf Brot überbacken oder grilliert zum Apéro.


Rezept Hagebutten trocknen und Tee zubereiten

Trocknen: Hagebutten wenn sie schön reif und rot sind an einem trockenen Tag ernten, längs halbieren, im Dörrex oder Backofen bei max. 40 Grad trocknen, luft- und lichtdicht aufbewahren.

 

Vitamintee für eine Tasse: ein Paar wenige Hagebuttenhälften über Nacht in kaltem Wasser einlegen, am andern Morgen kurz erhitzen (nicht kochen, damit möglichst wenig Vitamin C zerstört wird), 10-15 Minuten ziehen lassen, durch ein sehr feines Sieb absieben, trinken und Vitamine tanken.

Wirkt aber auch wasser- und schweisstreibend, durststillend, blut- und nierenreinigend und ist gut fürs Immunsystem.

PS: wenn ihr euch wundert wieso er so ganz anders ist als die gekauften Hagebutten-Tees: die haben oft noch Hibiskus drin.

PS2: Kerne haben etwas andere Wirkung als die Früchte, d.h. man kann die Hälften mit Kernen gut nochmals richtig aufkochen, 10 Min. köcheln, absieben. Sind v.a. wasser- und schweisstreibend. 

WICHTIG: Bitte nur so viele wie nötig sammeln und den Vögeln genügend übrig lassen!


Rezept natürliches Spritzmittel: Ackerschachtelhalmbrühe

Brühe aus Ackerschachtelhalm ergibt ein Spritzmittel gegen Pilzbefall, Läuse, Mehltau etc: dafür ca. 50 g frischen Ackerschachtelhalm 24 Std. in 5 dl kaltem Wasser einweichen, danach 30 Min auf kleiner Flamme köcheln, absieben, abkühlen, 1:5 mit Wasser verdünnen, spritzen.

Wie man den Schachtelhalm erkennt und warum er auch uns gut tut, erfährst du in meinem Einführungskurs.


Rezept Tannenspitzen-Tee

Er wirkt gegen Erkältungen, ich finden den Waldduft aber einfach gut für's Gemüt im Winter.

 

Pro Tasse ca. 1 Teelöffel Tannenspitzen (ich bevorzuge Weisstanne) quetschen oder leicht hacken, mit kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt 10 Min. ziehen lassen und ev. nach leichtem Abkühlen mit Honig süssen und hin und wieder geniessen.

Wichtig: bitte nur so wenig wie nötig sammeln.


Rezept für Blütenessig nach der Sirupherstellung

 

Nach der Sirupherstellung die Blüten (z.B. Holdunderblüten aber auch Tannenschösslinge etc.) nicht wegwerfen! Sondern in Obstessig einlegen und ca. 4 Wochen verschlossen ziehen lassen, danach absieben. So gewinnt man einen leckeren und leicht süssen Essig und kann die Blüten zweimal geniessen.  Ca. 1 Jahr haltbar.


Rezept für Blütensirup ohne kochen

1 Handvoll Blüten (Goldmelisse, Lavendel, Kamille etc.)

3.5 dl Wasser

350 g Zucker

1/2 Zitrone

7 g Zitronensäure

Wasser kochen und erkalten lassen. Zusammen mit Zucker, Zitrone und Zitronensäure in einer Schüssel über die Blüten geben. Zudecken und 48 Stunden stehen lassen, dabei immer wieder umrühren. 

Flaschen gut reinigen, sterilisieren oder mit kochendem Wasser füllen und eine Weile stehen lassen, etwas abkühlen lassen, Sirup randvoll einfüllen, kühl lagern. 6 - 12 Monate haltbar.


Giersch / Baumtropf

Aegopodium podagraria

Zum Glück wächst er immer wieder nach! Für alle diejenigen die gar nicht erst versuchen den Giersch zu jäten ist es ein Glück, dass er immer wieder nachwächst. Denn viele Wildpflanzen sind vor allem im Frühling zart und lecker, der Giersch bringt aber das ganze Jahr über neue Blätter und ist ein leckeres und gesundes Wildgemüse (Blätter vor der Blüte pflücken), roh oder gekocht. Er duftet würzig, enthält unter anderem viel Eiweiss, Vitamine und Eisen, ist stoffwechselanregend und somit beispielsweise gut gegen Gicht. Frische Blätter sind gut auf Insektenstichen, zudem ist er nützlich für viele Insekten. Und wenn er dann blüht kann man übrigens auch die Samen als Gewürz verwenden. 

PS: Nebst der Blattform erkennt man ihn am dreieckigen Stiel.


Wiesenkresse / Behaartes Schaumkraut

Cardamine hirsuta

Viele von euch werden die Wiesenkresse als "Unkraut" kennen, das sich rasch flächendeckend im Garten verbreitet. Aber wusstest du dass es sehr lecker zum essen ist? Die Blätter schmecken kresse-ähnlich, am besten pflückt man Sie vor der Blüte dann sind sie noch zart. Aber auch die Blüten sind essbar. Man kann Blätter und Blüten zum Beispiel in den Salat geben, aufs Brot streuen, in Frischkäse mischen etc. Damit tut man sich erst noch etwas Gutes, denn es enthält Senfölglykoside, Mineralien, Vitamin C etc. und regt somit Niere, Leber und Verdauung an. "En Guete" beim jäten!


Kapuzinerkresse  - natürlich antibiotisch 

Tropaeolum majus

Wusstest du dass viele Pflanzen antiviral oder antibiotisch wirken? Kapuzinerkresse wirkt beispielsweise antibiotisch und ist gut gegen Atemwegs- und Harnweginfekte. Zusammen mit Meerrettich konnte ich so schon hartnäckige Erkältungen vertreiben. Im Winter nehme ich diese als selbstgemachte Tinktur oder esse die leckeren eingemachten "Kapern". Im Sommer esse ich Blüten, Blätter und Knospen und dekoriere damit gerne allerlei Gerichte. Ihr könnt diese im Topf oder Garten einfach selber anpflanzen.